von Ludger Oldeweme, Eltern-Medien-Trainer aus Laatzen.

„Ich kontrolliere das Smartphone meines Kindes jeden Tag!“ lautete die Aussage einer Mutter, deren 9-jähriges Kind seit einigen Wochen ein Smartphone sein eigen nennen darf. Hingewiesen auf Artikel 16 der UN-Kinderrechtskonvention, der besagt, dass jedes Kind ein Recht auf ein eigenes Privatleben hat, entwickelte sich eine spannende Diskussion zum Thema „Privatsphäre versus Sicherheit“ im Hinblick auf die Mediennutzung der Kinder. Am Ende stand der Konsens: Kontrollieren ja, aber nur mit dem Einverständnis des Kindes.

Insgesamt interessierten sich die Eltern an diesem Abend in einer Grundschule mehr für sicherheits- und ordnungsrelevante Aspekte des Medienkonsums (Sicherheitseinstellungen, Nutzungszeiten etc.) als für die Motivation der Mädchen und Jungen hinsichtlich der Nutzung. Hier half sowohl die Rückbesinnung der Mütter und Väter auf den eigenen Medienkonsum in ihrer Kindheit als auch der Blick auf das momentane Konsummuster der Eltern. Den Eltern wurde deutlich, dass getreu dem Motto „Erziehung ist Beispiel und Liebe, sonst nichts“ die Reflektion des eigenen Vorbilds und das mit Kindern gemeinsame Aushandeln von Nutzungsregeln eher weiter hilft als das bloße Reagieren mit Sicherheitseinstellungen und einseitiger Grenzziehung.

Ganz wichtig fanden die Eltern zudem die inhaltliche Auseinandersetzung zu den aktuellen Medienangeboten im Gespräch mit ihren Kindern.


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